Antwort der Deutschen Burschenschaft auf den Leserbrief Frau Carola Wiegands in der Ruhlaer Zeitung, Ausgabe vom 28.04.2016 (auszugsweise)

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die Weiterleitung dieses Leserbriefs. In Zeiten des Internets konnte ich zwischenzeitlich herausfinden, dass es sich bei der Leserbriefverfasserin um eine SPD Politikerin aus Ruhla handeln müsste. Daher erscheint ihr Motiv sehr durchsichtig, rief doch die SPD bereits auf ihrem Parteitag im November 2005 öffentlichkeitswirksam zum politischen Kampf gegen Burschenschaften auf. Dies hat eine alte Tradition, schon in den Jahren 1919 bis 1963 gab es einen sogenannten Unvereinbarkeitsbeschluss der SPD mit unserem Verband. Dies obwohl wir keine politische Partei sind und wir seit bald 201 Jahren auch stets jegliche parteipolitische Einvernahme ablehnen. Dies ist auch der Grund, warum wir auf derartige, übrigens haltlose Unterstellungen von Personen, denen Patriotismus jedweder Art zuwider ist, in der Regel nicht reagieren.

Eine kurze Entgegnung zu der Aneinanderreihung an Unterstellungen im Leserbrief auf diesem Wege:

1) Der Begriff „Arierparagraph“ ist eine Wortschöpfung des SPIEGEL nach dem Burschentag 2011 in direkter Anlehnung an die sog. Nürnberger Gesetze des NS-Unrechtsregimes 1935. Wir, die Deutschen Burschenschafter kennen in unserer Satzung und unserer Überzeugung keine rassische Trennung von Menschen und schon gar keine Arier. Sehr wohl war es aber nötig, 10 Jahre nach der Änderung des deutschen Staatsbürgerschaftsgesetzes darüber zu diskutieren, was man unter dem deutschen Volk, dem ja die höchsten Würdenträger unserer Republik per Eid verpflichtet sind und in dessen Namen täglich Urteile gesprochen werden, versteht. Dies unter Berücksichtigung der gravierenden gesellschaftlichen Veränderungen in den vergangenen zwei Jahrhunderten in unserem Land seit Gründung der ersten Burschenschaft in Jena. Die Satzung der Deutschen Burschenschaft macht ihren Mitgliedern keine Vorschriften hinsichtlich der Aufnahme ihrer Mitglieder, sofern diese an einer deutschen Hochschule studieren und männlich sind.

2) Die Jenaische Urburschenschaft war im Jahr 1815 die erste demokratisch-freiheitliche Bewegung, welche bis zur Revolution 1848/49 weit ins damalige Bürgertum ausstrahlte. Die Prinzipen aus dem Jahre 1815 fanden Einzug in zwei in die Tat umgesetzte Verfassungen: jene von Weimar 1919 und jene von Bonn 1949. Auch die erste Verfassung der DDR hatte noch zahlreiche freiheitliche Elemente zumindest auf dem Papier aus der Satzung der ersten Burschenschaft.

3) Die jährlichen Burschentage und andere große Feste dienen dazu, das Miteinander in einem Verband von derzeit 7.000 Mitgliedern in unserem Land und in Österreich basisdemokratisch durch Beschlussfassungen zu regeln und natürlich auch Geselligkeit im gesitteten Rahmen zu pflegen.

4) Wir tragen als äußeres Erkennungszeichen Band über die Brust und Studentenmütze auf dem Kopf. Diese Erkennungszeichen muss man, ebenso wie z.B. bei rheinischen Karnevalsvereinen nicht mögen, ist aber kein Grund uns zu diffamieren. Auch andere Arten von Studentenverbindungen – z.B. der Wingolf ebenfalls in Eisenach, oder die Corps in Bad Kösen und Weinheim, oder katholische Verbände – haben mit Vorurteilen und Versuchen, unsere Art der Gemeinschaft ins Lächerliche zu ziehen, zu kämpfen. Es ist bezeichned, dass die vor allem von den Strömungen links der Mitte ständig gepredigte Toleranz in einer offenen Gesellschaft anscheinend für jene, die ihre Heimatliebe offen bekennen nicht gelten darf. Daraus mag sich ein jeder seinen Reim machen.

5) Der Nutzungsvertrag der Werner-Aßmann-Halle wurde uns nicht gekündigt. Die OBin Katja Wolf (LINKE) meinte lediglich 2013 in der TLZ, dass man nach 2017 als Stadt nicht in die Verlängerung gehen wolle. Direkten Kontakt oder Gespräche mit uns gab es nicht. Den laufenden Nutzungsvertrag hoben wir bereits zu Gunsten Ihres Klubhauses in Seebach schon für dieses Jahr mit Eisenach einvernehmlich auf.

Ich will es einstweilen damit bewenden lassen. Wir freuen uns auf einen konstruktiven, friedlichen und fröhlichen Burschentag 2016 bei Ihnen in der Gemeinde und auch in Eisenach. Da wir kein geheimer Zirkel sind, sprechen wir gerne mit Menschen aus Ihrem Ort, wenn diese etwas über Burschenschaften wissen wollen. Einen geschichtlichen Abriss und unsere Grundsätze finden sich auf unserer Website www.burschenschaft.com.

Bis bald, herzlichst
Ihr Daniel Stock

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In der Zeit vom 25.04.2016 – 09.05.2016 wird die Durchfahrt zu Ihren Garagen aufgrund von Baumaßnahmen im Einfahrtsbereich zur Hauptstraße zeitweise nicht möglich sein. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Fahrzeuge tagsüber, sofern Sie diese benötigen, aus der Garagenanlage am Bauhof zu entfernen. In Bauruhe und an Wochenenden wird die Zufahrt zu den Garagen ungehindert möglich sein. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Gemeinde Seebach unter Telefon Nr. 036929 69122

Reißig
Leiter Techn. Abteilung

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