Seebach wird Notinsel

Bürgermeister Gerrit Häcker steht mit einem Notinsel Plakat in der Hand vor dem Gebäude der Gemeinde Seebach.

Kinder und Jugendliche sind sowohl auf ihrem Schulweg, als auch in der Freizeit immer häufiger Gefahren und Problemen ausgeliefert. Wir möchten diese Wege sicherer machen und haben uns über den Notinsel-Partner Sozialwerk Meiningen gGmbH dem bundesweiten Notinsel-Projekt angeschlossen.

Die Notinsel ist eine Initiative der Deutschen Kinderschutzstiftung „Hänsel und Gretel“. Schirmherr für das Projekt in Seebach ist unser Bürgermeister Gerrit Häcker.

 

Notinsel Aufkleber machen Hilfsbereitschaft sichtbar

Kern des Projektes sind Notinsel-Geschäfte, die mit einem Aufkleber an Tür oder Schaufenster Kindern zeigen, dass ihnen in Notsituationen geholfen wird: „Wo wir sind, bist du sicher.“

Buntes Notinsel Logo

Notfälle, dass können ein plötzliches Unwetter sein, ein aufgeschlagenes Knie, ein verpasster Bus, Mobbing durch Mitschüler oder auch Belästigung durch eine fremde Person.

Ein großer Mehrwert an diesem Projekt sind die Signale, die wir Kindern und Erwachsenen senden. Allein durch die Präsenz der Aufkleber zeigen wir Kindern, dass sie wichtig sind, gehört und ernst genommen werden. Erwachsene hingegen werden auch außerhalb der Geschäfte animiert, hinzuschauen, zuzuhören und aktiv zu werden.

 

Eine starke Gemeinschaft für unsere Zukunft

Sowohl die Mitarbeiter des Kindergartens und der Schulen, als auch die der angesprochenen Geschäfte in Seebach reagierten durchweg positiv auf die Idee der Notinsel und boten ihre Unterstützung bei der Umsetzung an. So wird zum Beispiel die Funktionsweise der Notinsel-Geschäfte im Unterricht und bei Elternabenden aufgegriffen.

Franziska Löhr, Bürgermeister Gerrit Häcker und Mitarbeiterin Julia Patzenhauer stehen mit den Notinsel-Plakaten und Flyern vor der Tür der Gemeinde Seebach.

 

Franziska Löhr (links im Bild), Geschäftsführerin der 2print GmbH aus Ruhla, unterstützt das Projekt mit einem Sponsoring der Druckerzeugnisse.

Notinsel-Geschäfte in Seebach

Die ersten Geschäfte in Seebach haben ihre Teilnahme als Notinsel-Standort sofort zugesagt. In der Nähe von Kindergarten und Grundschule sind das die Johannes Apotheke, der Geschäftsraum von Christian Zarate Montage & Vertrieb, der Groschenmarkt und das Geschäft von Elektrotechnik Knittel UG & Co. KG.

Entlang der Neuen Straße / B88 sind die Autowerkstatt von Gunter Herrmann und die Allianz Versicherung von Sandra Hähnel Partner. Neben der Gemeinde Seebach selbst sind auch die Gemeindebibliothek und der Jugendclub „Red Cube“ Notinsel-Standorte, hinzu kommt die Regelschule „Johannes Dicel“.

Die Liste der teilnehmenden Geschäfte wird unter www.seebach-wartburgkreis.de/notinsel regelmäßig aktualisiert.

 

Wer Interesse hat, ebenfalls Notinsel-Geschäft zu werden, wendet sich gern an Frau Patzenhauer von der Gemeinde Seebach: pr@seebach-wak.de

 

Der Notinsel-Partner im Wartburgkreis – das Sozialwerk Meiningen gGmbH

Bereits seit 2008 ist der Kinder- und Jugendschutzdienst „Tabu“/Wartburgkreis der Sozialwerk Meiningen gGmbH Notinsel-Partner für den Wartburgkreis. Sabine Wenzel betreut die Notinsel-Geschäfte der Städte Bad Salzungen, Treffurt und Creuzburg. Nun ist sie auch Ansprechpartnerin für Seebach und unterstützt die Gemeinde bei der Umsetzung des Projektes. U.a. wird eine Schulung der Gemeindemitarbeiter durchgeführt, wie sie im Notfall mit Kindern und Jugendlichen vor Ort umgehen können.

Interessierte Städte und Gemeinden des Wartburgkreises können sich direkt an Frau Wenzel (Sozialwerk Meiningen gGmbH) wenden, um ebenfalls am Notinsel-Projekt teilzunehmen und somit den Schulweg für Kinder und Jugendliche sicherer zu machen.

www.sozialwerk-meiningen.de

 

Das Projekt „Notinsel“

Notinsel ist ein bundesweites Projekt, das Kindern in Not- und Gefahrensituationen Schutz bieten soll. Alle Läden und Geschäfte, die das Notinsel-Zeichen an ihrer Tür oder im Schaufenster anbringen, signalisieren Kindern: „Wo wir sind, bist Du sicher.“

Die Notinsel schafft für Kinder, die sich bedroht fühlen und Hilfe benötigen, einen Zufluchtsort, an dem ihnen geholfen wird. Auch die kleinen Wehwehchen werden bei den Notinsel-Geschäften ernst genommen. Teilnehmen können Ladengeschäfte wie z. B. Bäcker, Friseure, Apotheken, Cafés, Banken und sonstige Einzelhandelsgeschäfte sowie öffentliche Einrichtungen.

www.notinsel.de

 

Fotos: Anja Kirchhof, Journalistin und Redakteurin